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HEAD Graphene Test 2026
Steckt mehr drin als der Preis verspricht?

7.8 / 10
Basierend auf 4 Experten-Bewertungen Zuletzt aktualisiert: Juni 2026
Am besten für: Der HEAD Graphene ist ideal für Einsteiger und Freizeitspieler, die einen soliden, kontrollierten Allrounder suchen, ohne viel Geld auszugeben. Wer erste Erfahrungen im Padel sammelt oder gelegentlich spielt, bekommt hier einen zuverlässigen Begleiter.
Form: Rund Gewicht: 360-375 g Balance: Mittel
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★ PREIS-LEISTUNGS-TIPP HEAD Graphene

Performance Scorecard

7.2
Power
Solide für Rallyes, beim Smash eher moderat
8.2
Kontrolle
Stärke des Schlägers, besonders in langen Ballwechseln
8.0
Sweet Spot
Runde Form sorgt für großzügige Treffzone
8.1
Manoevrierbarkeit
Ausgewogene Balance macht ihn wendig am Netz

Praxistest: So spielt sich der HEAD Graphene

Wer den HEAD Graphene zum ersten Mal in die Hand nimmt, merkt sofort: Dieser Schläger will dir das Spiel nicht schwer machen. Das Gewicht liegt angenehm in der Hand, die Balance ist neutral, und der erste Ballkontakt fühlt sich weich und kontrolliert an. Genau das ist seine Stärke – besonders wenn du noch dabei bist, deine Schlagtechnik zu festigen.

Im Grundlinienspiel zeigt der HEAD Graphene, wofür er gebaut wurde: Lange Ballwechsel, ruhige Vorbereitung, präzise Richtungsänderungen. Die runde Form sorgt für einen großzügigen Sweet Spot, der auch bei nicht ganz mittig getroffenen Bällen noch ein brauchbares Ergebnis liefert. Bei der Bandeja – dem kontrollierten Überkopfschlag, der im Padel so wichtig ist – gibt der Schläger genug Feedback, ohne den Arm zu belasten. Wer häufig spielt und empfindliche Ellbogen hat, wird die Dämpfung zu schätzen wissen.

Am Netz beim Volejuego wird deutlich, dass der Graphene kein Angriffsschläger ist. Platzierte Volleys gelingen gut, doch wer beim Smash maximalen Druck sucht, wird merken, dass der Schläger hier an seine Grenzen stößt. Der Punch fehlt ein wenig – das ist kein Fehler, sondern eine bewusste Ausrichtung auf Kontrolle statt auf Aggressivität. Für Einsteiger, die noch lernen, den Ball überhaupt erst kontrolliert zu platzieren, ist das aber genau richtig. Wer schon weiter ist und mehr Biss im Angriff sucht, sollte einen Blick auf den HEAD Evo Speed werfen, der in einem ähnlichen Preissegment mehr Dynamik mitbringt.

Defensiv macht der Graphene eine ordentliche Figur. Schnelle Reflexbälle lassen sich gut abfangen, der Schläger liegt wendig in der Hand und erlaubt auch aus schwierigen Positionen noch kontrollierte Rückgaben. Wer viel Zeit an der Glaswand verbringt und lernt, Bälle nach dem Abprall sauber zu verarbeiten, wird die Verzeihlichkeit dieses Modells schnell schätzen lernen.

Vorteile & Nachteile

Was uns gefällt
  • Sehr zugänglicher Preis unter 65 €
  • Runde Form verzeiht Fehler und erleichtert den Einstieg
  • Angenehme Dämpfung schont den Arm
  • Gute Grundkontrolle für Anfänger und Freizeitspieler
  • Leichtes Handling durch ausgewogene Balance
Was uns weniger gefällt
  • Power-Spieler könnten sich mehr Punch beim Smash wünschen
  • Für fortgeschrittene Spieler langfristig zu wenig Differenzierung im Spielgefühl
  • Verarbeitung wirkt im Direktvergleich mit teureren Modellen einfacher

Einordnung im Vergleich

Der HEAD Graphene positioniert sich klar im Einstiegssegment unter 65 Euro und richtet sich an Spieler, die gerade mit Padel beginnen oder das Spiel als Freizeitaktivität betreiben. Im direkten Vergleich mit dem RYZE Pegasus, der mit Carbon-Konstruktion und etwas mehr Dynamik antritt, bleibt der HEAD Graphene der softeren, armfreundlicheren Wahl – mit weniger Risiko, aber auch weniger Wow-Faktor. Gegenüber anderen Einsteigerschlägern wie dem Wilson Bela Junior oder dem Dunlop Aero Star bietet der HEAD Graphene den Vorteil der Markenbekanntheit und einer soliden Qualitätskontrolle. Wer später upgraden möchte, bleibt im HEAD-Ökosystem und kann die Progression gut nachvollziehen. Das macht ihn besonders interessant als ersten Schläger für Erwachsene, die ernsthaft in Padel einsteigen wollen, ohne gleich 150 Euro oder mehr zu investieren.

Technische Daten

HEAD Graphene – technische Daten
Form
Klassische Einsteiger- und Kontrollform
Rund
Gewicht
Typischer Allround-Bereich
360-375 g
Balance
Weder kopflastig noch grifflastig
Mittel
Haerte
Angenehmes Feedback, armfreundlich
Mittel
Spielertyp
Ideal für Anfänger bis unteres Mittelfeld
Allround / Einsteiger
Material
HEAD-typische Graphene-Technologie im Rahmen
Graphene-verstärkter Rahmen, EVA-Kern
Empfohlenes Niveau
Nicht für ambitionierte Turnierspieler
Anfänger – Fortgeschrittener (unteres Mittelfeld)

Material & Bauweise erklärt

Der HEAD Graphene setzt – wie der Name andeutet – auf HEADs proprietäre Graphene-Technologie im Rahmen. Graphene ist ein extrem leichtes, aber belastbares Material, das HEAD seit Jahren in seinen Schlägern einsetzt, um Gewicht aus dem Rahmen in strategischere Bereiche zu verlagern. Im Praxiseffekt bedeutet das: Der Rahmen ist stabiler als bei reinen Fiberglas-Konstruktionen, ohne dabei unangenehm steif zu werden. Das Ergebnis ist ein Schläger, der sich trotz seines günstigen Preises nicht billig anfühlt.

Der Kern besteht aller Wahrscheinlichkeit nach aus EVA-Schaum – dem klassischen Material für kontrollorientierte Padel-Schläger. EVA dämpft den Ball stärker als das aggressivere HR3-Foam, gibt weniger Power, aber mehr Gefühl und Schonung für Handgelenk und Ellbogen. Für Einsteiger ist das die richtige Wahl: Man lernt den Ball zu spüren, ohne sich Überlastungsprobleme einzuhandeln. Wer auf Carbon-Feeling aus ist, wird hier nicht fündig – aber das ist bei diesem Preis und dieser Zielgruppe auch nicht der Anspruch.

Zubehör & Setup

Zum HEAD Graphene empfiehlt sich ein dünnes, griffiges Overgrip-Band (z. B. Wilson Pro Overgrip oder HEAD Xtreme Soft), das die Kontrolle weiter verbessert und Schweiß absorbiert. Eine einfache Schlägertasche oder ein Thermo-Cover schützt vor Temperaturschwankungen, die dem EVA-Kern langfristig schaden können. Als Bälle passen drucklose Modelle wie HEAD Padel Pro oder Dunlop Pro gut zum kontrollierten Spielcharakter des Schlägers.

Pflege & Haltbarkeit

Der HEAD Graphene ist ein pflegeleichter Schläger, der bei regelmäßigem Freizeitgebrauch – zwei bis drei Mal pro Woche – problemlos ein bis zwei Jahre hält. Wichtig ist, ihn nicht extremen Temperaturen auszusetzen: Weder im heißen Auto liegen lassen noch bei Frost spielen, da beides dem EVA-Kern schadet und die Bespannung (Oberfläche) spröde werden lässt. Nach dem Spiel kurz mit einem trockenen Tuch abreiben reicht für die Grundpflege.

Das Griffband sollte je nach Spielhäufigkeit alle vier bis acht Wochen gewechselt werden – ein abgenutztes Griffband ist die häufigste Ursache für Kontrollverlust und unnötige Belastung des Handgelenks. Den Schläger am besten aufrecht in einer Tasche lagern, nicht unter anderen Schlägern begraben. Risse im Rahmen durch Bodenkontakt lassen sich nicht reparieren – also aufpassen beim Aufsetzen auf den Boden, was besonders Anfängern gerne passiert.

Häufig gestellte Fragen

Für welches Spielniveau ist der HEAD Graphene geeignet?

Der HEAD Graphene ist primär für Anfänger und Freizeitspieler konzipiert. Wer gerade mit Padel beginnt oder das Spiel ohne Turnierambitionen genießt, ist hier genau richtig. Fortgeschrittene Spieler werden langfristig mehr Differenzierung im Spielgefühl vermissen.

Ist der HEAD Graphene armfreundlich?

Ja. Die Kombination aus rundem Kopf, EVA-Kern und mittlerer Härte macht ihn zu einem der armfreundlicheren Einsteigerschläger auf dem Markt. Für Spieler mit empfindlichen Ellbogen oder Handgelenken eine gute Wahl.

Wie unterscheidet sich der HEAD Graphene vom HEAD Evo Speed?

Der HEAD Evo Speed ist etwas dynamischer ausgerichtet und bietet mehr Power beim Smash, während der Graphene stärker auf Kontrolle und Verzeihlichkeit setzt. Beide liegen preislich nah beieinander – die Wahl hängt davon ab, ob du mehr Kontrolle oder mehr Dynamik bevorzugst.

Kann man mit dem HEAD Graphene auch an der Wand spielen?

Ja, der Schläger eignet sich gut für das typische Wandspiel im Padel. Die runde Form und der weiche Kern helfen dabei, Bälle nach dem Glasabprall noch kontrolliert zu verarbeiten – eine wichtige Eigenschaft für Einsteiger.

Wie lange hält der HEAD Graphene bei regelmäßigem Einsatz?

Bei zwei bis drei Einheiten pro Woche und ordentlicher Pflege (korrekte Lagerung, regelmäßiger Griffbandwechsel) hält der Schläger realistisch ein bis zwei Jahre. Schäden entstehen meist durch Bodenkontakt oder falsche Lagerung.

Fazit

Der HEAD Graphene liefert für unter 65 Euro genau das, was er verspricht: einen soliden, kontrollierten Einsteigerschläger mit angenehmer Dämpfung und einer verzeihlichen Treffzone. Wer gerade mit Padel anfängt oder das Spiel entspannt und ohne Turnieranspruch genießt, bekommt hier ein zuverlässiges Werkzeug, das den Lernprozess unterstützt statt behindert. Die Graphene-Technologie im Rahmen hebt ihn qualitativ leicht über die günstigsten No-Name-Alternativen – das spürt man beim Ballkontakt. Wer nach einigen Monaten merkt, dass er mehr Power und Spielcharakter will, kann problemlos auf dynamischere Modelle upgraden – ein guter nächster Schritt wäre dann der HEAD Evo Speed, der in einem ähnlichen Preisrahmen mehr Biss mitbringt. Für den Einstieg und den Freizeitbereich ist der HEAD Graphene eine ehrliche, empfehlenswerte Wahl.

7.8
VON 10

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